Grenzüberschreitendes Labor

Transbordering Laboratory (grenzüberschreitendes Labor) ist eine Forschungsarbeit über und zwischen europäischen Städten, die durch Grenzen geteilt sind. Unser Ziel ist es, die Idee der Bildung neuer Realitäten in solchen Städten und Gebieten zu erforschen. Mit dem Aufkommen des Nationalismus und der Pandemie wurden harte Grenzen wieder zu einem Thema, insbesondere für die Bürger in den Grenzgebieten. Viele der Grenzstädte haben seit den 1990er Jahren begonnen, ein gemeinsames Leben zu führen und sich als vereinte Städte neu zu erfinden. Unser Ziel ist es, allmählich ein Netzwerk dieser Städte zu bilden, um Erfahrungen und Kreativität zu teilen. Wir glauben, dass die Verbindung von Künstlern und Aktivisten in einem praktischen Labor dazu beitragen kann, ein Europa mit gemeinsamen grenzüberschreitenden Regionen zu entwickeln.

Aus der Perspektive der nationalen Hauptstädte werden wir als Peripherie gesehen, während wir aus unserer eigenen Perspektive als Zentren entwickelt werden sollten, denn hier – am Treffpunkt zwischen Staaten, Nationen und Menschen – findet das wahre Europa statt und erfindet sich neu.

Jede doppelte Stadt, die durch eine Grenze geteilt wurde, ist ein einzigartiges Labor des Zusammenlebens. Unser Ziel ist es, ein transnationales Netzwerk von grenzüberschreitenden Laboratorien aufzubauen. Als Teil der Forschung führen wir Studienbesuche in verschiedenen geteilten Städten durch, um Aktivisten, Wissenschaftler, Künstler und andere zu treffen, Vorträge und Diskussionen zu halten, Interviews zu führen und künstlerische Dokumentationen zu erstellen. Ziel ist es, ein nachhaltiges Netzwerk dieser Städte und ihrer engagierten Menschen zu schaffen.

Die erste Konferenz wird im Oktober 2022 in Frankfurt (Oder)/Słubice, einer Doppelstadt an der deutsch-polnischen Grenze, auch bekannt als Słubfurt, stattfinden.

Wir sehen uns an der Grenze!

 

Miha Kosovel, Michael Kurzwelly, Tanel Rander